Dr. med. vet. Nicole Kallweit

Alternative Tiermedizin

Die alternative Tiermedizin stellt eine Ergänzung zur klassischen Schulmedizin dar. 


Häufig bietet die alternative Tiermedizin bei sehr jungen und alten Tieren oder empfindlichen Tieren unschädliche Behandlungsmöglichkeiten, wo anders mit zu starken Nebenwirkungen zu rechnen wäre oder keine konventionelle Therapie zur Verfügung steht.

Grundsätzlich muss die Auswahl der anzuwendenden Therapie individuell auf das jeweilige Tier und die jeweilige Erkrankung abgestimmt sein.


Homöopathie

Das Wort Homöopathie beinhaltet die zwei griechischen Wortstämme „homoio“ (ähnlich) und „patho“ (Leiden).

Die Bezeichnung geht auf den Arzt und Begründer dieser Heilmethode, Samuel Hahnemann, zurück. Er stellte bei seinen Forschungen fest, dass kleinste Mengen eines Wirkstoffes genau die Erkrankungen heilen konnten, die große Mengen desselben Wirkstoffes hervorriefen. Im Jahr 1796 formulierte er das Grundgesetz, auf dem die Homöopathie aufbaut: „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.“

Im Gegensatz zur Schulmedizin wird mit der Homöopathie nicht versucht, die Symptome einer Krankheit zu unterdrücken, sondern „Ähnliches mit Ähnlichem„ zu behandeln und so die Selbstheilungskräfte des Körpers zu mobilisieren. Die Krankheit wird durch eine „künstliche ähnliche“ Krankheit“ überlagert, wobei die Selbstheilungskräfte im Organismus aktiviert werden.

Die Ausgangsstoffe für die Medikamente sind Mineralien oder stammen aus dem Tier- und Pflanzenreich. Sie werden dabei im Verhältnis 1:10 (D) oder 1:100 (C) verdünnt und nach Hahnemanns Vorgaben potenziert. Eine D3 entspricht der dreimaligen Wiederholung des Verdünnungsvorganges 1:10. Das führt natürlich dazu, dass in höheren Potenzen (rein rechnerisch kein Molekül des Wirkstoffes mehr enthalten ist. Trotzdem werden gerade die hohen Potenzen von Homöopathen als äußerst wirksam eingestuft.

Die Homöopathie besitzt eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. So werden homöopathische Medikamente häufig bei chronischen Erkrankungen, wie z.B. Athrosen, Krebs, Nieren- und Lebererkrankungen, eingesetzt. Aber auch bei akuten Erkrankungen, wie z.B. Verletzungen oder Infekten, können homöopathische Mittel zur Unterstützung des Heilungsprozesses eingesetzt werden. Auch der unterstützende Einsatz nach Operationen ist möglich.


Bachblütentherapie

Die Bachblütentherapie ist ähnlich der Homöopathie eine feinstoffliche Heilmethode. Sie wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts durch den Londoner Arzt Dr. Edward Bach begründet. Bei den Bachblüten handelt es sich um Essenzen aus Blüten von insgesamt 38 Blumen, Büschen und Bäumen.

Jede der Bachblüten verkörpert ein bestimmtes „Seelenkonzept„ als Schwingungsfrequenz, welches mit einem bestimmten „Seelenkonzept„ im Tier übereinstimmt. Negative Gemütszustände des Patienten wie z.B. Angst oder Eifersucht werden durch die übergeordneten harmonischen Energieschwingungen der Blüten überflutet.

Ziel der Therapie ist eine harmonische Entfaltung der Persönlichkeit des Tieres. Bachblüten werden demnach bei negativen Gemütsstimmungen und den häufig daraus folgenden Verhaltensauffälligkeiten eingesetzt. Dies können in der tierärztlichen Praxis zum Beispiel sein:

  • allgemeine Angstzustände
  • Unruhezustände (z.B. Tiere mit Eingewöhnungsschwierigkeiten, Katzen mit kahlgelecktem Bauch)
  • Unsauberkeit (z.B. „Protestpinkler“ bei Katzen)
  • Zerstörungswut
  • depressive Stimmungen oder Eifersucht eines Tieres
  • Federrupfer oder Federfresser
  • Dominanz-/Unterordnungsprobleme bei Hunden und Katzen


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